19.02.2018 Die schleswig-holsteinische Papierfabrik Feldmuehle Uetersen GmbH hat am 24. Januar 2018 beim Amtsgericht Pinneberg Insolvenzantrag gestellt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter benannte das Gericht den Hamburger Sanierungsexperten Dr. Tjark Thies. Die Gehälter der 420 Beschäftigten sind bis 31. März 2018 abgesichert. Das weltberühmte Unternehmen befand sich bereits seit Jahren in einer wirtschaftlich kritischen Lage. Daher hatten die Gesellschafter im Mai 2017 den in der Papierbranche erfahrenen Manager Heiner Kayser (ehem. Sihl-Chef, vorm. Renker, Düren) zum Geschäftsführer berufen. Kayser hat nach nur wenigen Monaten mit Unterstützung externer Restrukturierungsberater ein Rettungskonzept erarbeitet. Erste Erfolge zeigen sich bereits, denn ab dem vierten Quartal 2017 befindet sich Feldmuehle wieder im Aufwärtstrend. Auch werden demnächst neue Produkte vorgestellt, mit denen die Papierfabrik am Markt wieder Tritt fassen wird. Nach Angaben von Heiner Kayser unterstützen auch die wesentlichen Lieferanten das neue Konzept. Kayser rechnet damit, dass in den nächsten zwei Monaten neue Gesellschafter gewonnen werden. Rechtsanwalt Achim Carius, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Kopie & Medientechnik e.V.: "Dieser Manager hat bereits als Sihl-Geschäftsführer in Düren gezeigt, dass er das Zeug hat, ein Unternehmen der Papierindustrie aus schwierigen Lagen heraus zu führen. Kayser hatte Sihl zu einem vorbildlich profitablen Papierveredler gemacht. In unserer Branche genießt er eine hohe Reputation. Die Feldmuehlen-Rettung wird ihm gelingen!"



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