09.04.2018 Das Berufskolleg Senne bietet eine zweijährige Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker für Druck- und Medientechnik an.

Die vier angehenden Techniker haben ihr Abschlussprojekt bei Herzog+Heymann in Bielefeld umgesetzt. Herzog+Heymann hat sich auf den Sondermaschinenbau spezialisiert. Meist handelt es sich dabei um Lösungen, die genau auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten sind. Deswegen werden die meisten Maschinen von Herzog+Heymann als manuelle Ausführung angeboten. Die Techniker aus Senne haben für ihr Projekt eine ROI-Rechnung aufgestellt - eine Rechnung, die das eingesetzte Kapital zum Gewinn ins Verhältnis setzt. Sie haben untersucht, ob es sich aus Kundensicht lohnen würde, bestimmte Bauteile der Herzog+Heymann Falzmaschine M8 zu motorisieren. Um dieses weite Thema einzugrenzen, haben sie sich mit dem ersten Falzwerk der M8 beschäftigt. Die Techniker haben sich als Antrieb einen Schrittmotor überlegt, mit dem der Bogenanschlag in der Falztasche asymmetrisch eingestellt werden kann - sowohl in der Höhe als auch in der Schiefe. Dies ist zum Beispiel notwendig, um Papiere zu korrigieren, die vor dem Falzen nicht exakt winklig geschnitten wurden. Bisher wird der Taschenanschlag von Hand eingestellt, anstatt mit einem Schrittmotor. Neben der ROI-Rechnung haben die vier Techniker vom Berufskolleg Senne genaue Zeichnungen und ein Modell der motorisierten Falztasche entwickelt. Als Ergebnis der Abschlussarbeit hat sich herausgestellt, dass der Rüstzeitanteil einer Falztasche von Herzog+Heymann nur etwa 12 Prozent an der Gesamtrüstzeit ausmacht. Daher wird sich eine Umstellung auf motorisierte Falztaschen für den Maschinenbauer wahrscheinlich nicht lohnen.

Weitere Informationen:
www.herzog-heymann.com