th4DeutschePost11.09.2017  In einem Pilotprojekt sucht die Deutsche Post seit Anfang Juli Empfänger, die mit einer nicht-täglichen Zustellung einverstanden sind.

Diese können wählen, ob sie Briefe als Sammelzustellung an einem Wochentag, an drei oder fünf Tagen erhalten wollen, dann aber an den Arbeitsplatz. Man wolle, so ein Postsprecher, in einem Pilotprojekt herausfinden, ob die neuen Varianten bei den Postkunden auf fruchtbaren Boden fallen. Die Testteilnehmer werden seit Anfang Juli in Nordrhein-Westfalen und Hessen angeworben. Von der eingeschränkten Zustellung sind Einschreiben, Postzustellungs-Urkunden und Express-Sendungen ausgeschlossen. Auf diese Experimente reagierte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi scharf. Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis im Bonner Generalanzeiger: "Bei uns brennt die Hütte!" Bisher ist die Deutsche Post AG durch die "Post-Universal-Dienstleistungesverordnung" (PUDLV) zur werktäglichen Zustellung einschließlich Samstags verpflichtet. Deshalb wurde die Aufsichtsbehörde der Bundesnetzagentur über den Testablauf vorab unterrichtet. Von 2006 bis 2016 ist die Zahl der Briefsendungen von 70 auf 59 Millionen täglich gesunken.

 

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www.general-anzeiger-bonn.de