18.09.2017   Gegen die Experimente der Deutschen Post, gemeinsam mit Postkunden die Einschränkung der täglichen Zustellung zu vereinbaren, formiert sich jetzt entschiedener Widerstand.

In einer Stellungnahme der Kommunikationsgewerkschaft DPVKOM heißt es: Wir fordern die Deutsche Post auf, dieses Pilotprojekt sofort zu stoppen. So ist es rechtlich zweifelhaft, ob die Deutsche Post mit dem Empfänger eines Briefes überhaupt eine andere Zustellungsoption vereinbaren kann. Schließlich zahlt den Absender das Briefporto und geht damit einen Vertrag mit dem Unternehmen ein. DPVKOM-Bundesvorsitzender Volker Geyer. "Dessen ungeachtet hat sich das Unternehmen in Anlehnung an die Postuniversaldienstleistungsverordnung selbst dazu verpflichtet, die postalische Grundversorgung an sechs Tagen in der Woche sicherzustellen. Daran darf nicht gerüttelt werden." Auch der wirtschaftspolitische Sprecher der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesnetzagentur auf, das entsprechende Pilotprojekt der Post sofort zu beenden. Das Unternehmen versuche, gesetzliche Vorgaben zu unterlaufen und versuche dabei die Zustimmung der Kunden zu erreichen. Damit gefährdet sie nicht nur tausende Arbeitsplätze, die Kundeninteresse in der Fläche und das Postgeheimnis, sondern auch die Umsatzsteuer-Freiheit, die der Deutschen Post für die Erfüllung des Universaldienstes gewährt werde.

 

Weitere Informationen:
www.dpvkom.de