th 4 Post09.10.2017   Als Antwort auf die breite Kritik an den Post-Projekten zur Reduzierung der Briefzustellung hat der Chef der Deutschen Post Frank Appel in einem Interview mit der Welt am Sonntag einen Wunschzettel für die Konsolidierung der Briefpost zu Digitalisierungs-Zeiten vorgestellt.

Unter anderem schlägt er eine Unternehmensbesteuerung in Abhängigkeit von der Zahl der Mitarbeiter vor. Danach soll geringere Steuern zahlen, wer viele Leute beschäftigt. Appel in dem Interview: "Mein Impuls ist: Wir brauchen zumindest im Übergang Umverteilung zwischen maschinell und menschlich erzeugtem Mehrwert." Außerdem sei eine Änderung des Postgesetzes erforderlich, von dem vielen Regelungen nach 20 Jahren der Digitalisierung überholt seien. Dafür müssten die Wünsche der Kunden festgestellt werden: "Wenn wir die wirkliche Bedürfnislage unserer Kunden kennen, sprechen wir mit der Politik über Fragen der Regulierungen und der Preise." Parallel dazu plant die Post eine Reduzierung der Portorabatte für Großkunden. Diese waren Anfang 2016 nach der Portoerhöhung auf 70 Cent für den Standardbrief eingeführt worden. Der Großmengenversand wird danach um rund fünf Prozent teurer. Eine Erhöhung der Postentgelte ist generell erst wieder ab Anfang 2019 möglich.

 

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