11.12.2017 Eine der unerfreulichsten Wochen liegt hinter der Deutschen Post DHL.

Während Erpresser mit Nägeln und Böller-Bomben in Sendungen versuchten, das Unternehmen mit Millionenforderungen zu erpressen, hagelt es unabhängig davon in den Regionen Kritik über die Zustellqualität. Die rheinischen Landtagsabgeordneten René Schneider und Ibrahim Yetim (SPD) riefen die Bundesnetzagentur um Prüfung an, ob die Deutsche Post überhaupt noch ihren gesetzlichen Auftrag nachkomme, zuverlässig und regelmäßig Post auszuliefern. Anlass waren gravierende Schwächen bei der Zustellung und der Briefkastenleerung im Rheinland. In Berlin schossen sich Peter Trapp (CDU) und Kathrin Seidel (Linke) auf die aktuelle Situation ein. Trapp im RBB: "Es darf und kann nicht sein, das durch verspätete Zustellung eventuell Ladungsfristen zu Gerichtsterminen versäumt werden." Holger Krestel (FDP), ebenfalls vom Berliner Abgeordnetenhaus: "Das Problem liegt dabei nicht bei den einzelnen Mitarbeitern, sondern man muss sich die Frage stellen, ob dahinter mittlerweile schon System steckt." Bürgermeister Bodo Mahns von der Samtgemeinde Lutter stellt in der Presse fest, dass die Probleme bereits bei der Bundestagswahl begonnen hätten, wo Wahlbenachrichtigen nicht zeitgerecht und teilweise gar nicht zugestellt wurden.

Die Verbraucherzentrale NRW hat ein neues Portal zu diesem Problem eröffnet, wo Postkunden ihre Probleme dokumentieren können: www.post-aerger.de