th 4 Quickmail AG Bild12.02.2018 Im Jahr 2017 hat die Quickmail AG, der einzige private Briefdienstleister der Schweiz, 87 Mio. Briefe zugestellt.

Das waren 12 Millionen und somit 23 % mehr als im Vorjahr. Quickmail konnte dieses Wachstum trotz des weiterhin bestehenden Restmonopols erzielen. Der Marktanteil von Quickmail an allen adressierten Sendungen unter 1000 g erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 2.2 % auf 2.6 %. Quickmail-Geschäftsführer Christof Lenhard warnt aber vor Fehlinterpretationen: "Diese Erhöhung unseres Marktanteils wurde trotz heftigen Gegenwindes erzielt. Wenn die Schweizerische Post im Dezember 2017 in einem Brief an alle Großkunden erklärt, dass die aktuelle Marktentwicklung einen funktionierenden Wettbewerb widerspiegelt, so ist dies irreführend." Lenhard widerlegt die Ansicht der Post mit zwei Vergleichen: So konnte die Post dank des Restmonopols gemäß Halbjahresbericht 2017 satte 3.9 % ihres Umsatzes investieren. Bei Quickmail waren es gerade einmal 1.1 % des Umsatzes, die investiert werden konnten. Christof Lenhard: "Wenn der einzige private Wettbewerber der Post im Briefbereich nur ein Viertel dessen investieren kann, was die Post zu investieren vermag, funktioniert der Wettbewerb höchstens ansatzweise." In Deutschland lag der Marktanteil der privaten Briefdienste 2017 bei 16.5 %, also sechsmal höher als in der Schweiz. Und selbst dazu meinte die deutsche Monopolkommission, dass kaum Fortschritte bei der Wettbewerbsentwicklung auf den Briefmärkten festzustellen ist. "Deshalb fordern wir, dass der Bundesrat in diesem Jahr die Reduktion des Restmonopols von 50 g auf 25 g einleitet. Für die Post bleiben dann immer noch knapp 50 % des Briefvolumens im Monopol. Es ist bedauerlich, dass derzeit Post und Politik glauben, dass die Post nur mit dem riesigen Restmonopol von 75 % der Briefsendungen eine Zukunft hat", so Lenhard.

Weitere Informationen:
www.quickmail-ag.ch