09.04.2018 Die Deutsche Post wehrt sich gegen Kritik an der geschäftsmäßigen Weitergabe von Kundendaten zu Wahlkampfzwecken.

Wie die Tagesschau unter Bezugnahme auf Unternehmensangaben berichtet, speichere und verarbeite die Tochterfirma Deutsche Post Direkt GmbH "personenbezogene Daten bei strikter Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes". Die Arbeit der Deutsche Post Direkt GmbH unterliege der Aufsicht des Bundesbeauftragten für Datenschutz und sei über die Jahre regelmäßig überprüft worden. Daten der Wirtschaftsauskunftei Schufa würden nicht genutzt. Die "Bild am Sonntag" hatte berichtet, dass die Post ihre Kundendaten über die Tochterfirma seit 2005 auch an Parteien weitergibt. Im Bundestagswahlkampf 2017 hätten CDU und FDP jeweils einen fünfstelligen Betrag für straßengenaue Analysen gezahlt. Die CDU habe ihren Haustürwahlkampf darauf aufgebaut, die FDP habe auf dieser Basis Wahlwerbung an bestimmte Zielgruppen verschickt. Der Post-Sprecher betonte, es würden keine personenbezogenen Daten, sondern statistische Wahrscheinlichkeitswerte dargestellt. "Als Tochtergesellschaft der Deutschen Post setzt die Deutsche Post Direkt die datenschutzrechtlichen Bestimmungen ohne Wenn und Aber um", so das Unternehmen. Eine direkte Übermittlung von Adressdaten an Werbung treibende Kunden sei ausgeschlossen. Datenschutzrechtliche Bestimmungen würden dabei umgesetzt, bei der Datenübermittlung werde Verschlüsselungstechnik eingesetzt.

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