10.09.2018 Zur Hightech-Strategie 2025 erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg: "Die Digitalisierung gehört in den Mittelpunkt der neuen Hightech-Strategie 2025. Wir begrüßen sehr, dass die Bundesregierung die Forschungsmittel des Bundes auf die im Koalitionsvertrag genannten strategischen Schlüsseltechnologien konzentrieren wird.

Deutschland und Europa brauchen eigene Kompetenzen in Bereichen wie der Cybersicherheit, Künstlicher Intelligenz, Blockchain oder 3D-Druck. Wir müssen unsere digitale Souveränität erhalten und teilweise auch zurückgewinnen. Digitale Souveränität bedeutet nicht nur, dass wir neue Technologien souverän einsetzen, es bedeutet ebenso, dass wir sie in größere Systeme einbetten, sichern und in besonders kritischen Bereichen selbst entwickeln und herstellen können. Ein Übermaß an technologischer Anhängigkeit hätte gravierende Folgen für unsere wirtschaftliche aber auch für unsere außenpolitische Handlungsfähigkeit. Die Hightech-Strategie kann und muss hier gegensteuern. Dazu brauchen wir eine Abkehr vom Gießkannenprinzip und eine viel stärkere Konzentration der Mittel auf digitale Technologien. Jeder zweite Forschungs-Euro sollte ins Digitale fließen. Es muss aber auch insgesamt deutlich mehr Geld in die Hand genommen werden als in den vergangenen Jahren. Von 2005 bis 2016 sind die öffentlichen ITK-Forschungsausgaben der Bundesrepublik in absoluten Zahlen kaum gestiegen, in relativen Zahlen, d.h. im Vergleich zu den Forschungsausgaben insgesamt, sind sie sogar gefallen. Mit gravierenden Folgen: In vielen ITK-Feldern hat Deutschland nach und nach den internationalen Anschluss verloren und zum Beispiel in der Kommunikationstechnik seine einstige Technologieführerschaft fahrlässig verspielt. Erst im Jahr 2017 wurde dieser gefährliche Trend nun endlich gestoppt und die deutschen Ausgaben sind erstmals wieder deutlich angehoben worden. Dies war dringend notwendig. Um zu gewährleisten, dass durch die öffentliche Forschungsförderung auch tatsächlich digitale Kompetenzen am Standort Deutschland gesichert und aufgebaut werden, muss nun auch die Wirtschaft stärker involviert werden. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die gewonnen Forschungsergebnisse hohe Praxisrelevanz gewinnen und auch tatsächlich wirtschaftlich verwertet werden."

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