08.01.2018 Der Markt für Rechenzentren ist in Deutschland weiter auf Wachstumskurs.

Die Investitionen am Standort Deutschland steigen im Jahr 2017 voraussichtlich um 10 Prozent und überschreiten erstmals die Grenze von einer Milliarde Euro. Damit bestätigen sich die zweistelligen Wachstumsraten der vergangenen Jahre. Auch die Zahl der Arbeitsplätze entwickelt sich positiv. Seit 2014 sind in deutschen Rechenzentren 15.000 zusätzliche Jobs entstanden. Derzeit gibt es 130.000 Vollbeschäftigte, weitere 85.000 Arbeitsplätze sind direkt von Rechenzentren abhängig. Das ist das Ergebnis einer Studie des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. "Treiber sind aktuelle Trends wie Cloud Computing, Industrie 4.0 und Big Data, die größere Rechenzentrumskapazitäten beanspruchen. Auch in den kommenden Jahren stehen die Zeichen auf Wachstum", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Im internationalen Vergleich relativiert sich das positive Bild jedoch. Trotz der steigenden Investitionen schrumpfen die Anteile am Globalmarkt. Grund ist eine deutlich dynamischere Entwicklung der Kapazitäten in den USA und in Asien. Auch im europäischen Maßstab kann Deutschland nicht mit den Marktführern in Skandinavien und den Niederlanden mithalten. "Die internationale Bedeutung des Standorts Deutschland nimmt bei Rechenzentren ab. So positiv die Wachstumsraten auch sind - im globalen Vergleich sind sie unterdurchschnittlich", sagt Berg. Laut Prognose wird der Anteil der deutschen Rechenzentren am Weltmarkt - gemessen an der IT-Fläche - von 5 Prozent im Jahr 2010 auf 4 Prozent im Jahr 2020 sinken.

 

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