04.09.2017   Gegen den Referentenentwurf des Bundesinnenministeriums zur zwangsweisen elektronischen Rechnungsstellung an Bundesbehörden wendet sich der Umschlaghersteller-Verband VDBF.

Damit bestehe die große Gefahr, dass viele mittelständische Unternehmen bei der Auftragsvergabe der verschiedenen Bundesbehörden deutlich benachteiligt würden. Bei einer jüngst von Neopost veröffentlichten Unternehmensumfrage habe sich gezeigt, dass aktuell nur rund 20% vorwiegend größere Unternehmen im Stande seien, Dokumente elektronisch zu versenden. Bei fast 60% der Unternehmen bestehe aktuell hingegen keine Möglichkeit den elektronischen Dokumentenversand in die bestehenden Unternehmensabläufe zu integrieren. Im Falle der Umsetzung dieses Referentenentwurfs würden neue digitale Barrieren für den Mittelstand errichtet. Nach Auffassung des Verbandes sollte aber jedes Unternehmen selbst entscheiden können, ob Rechnungen auf elektronischem Weg oder als gedrucktes Dokument verschickt werden. Nur so sei die von vielen immer wieder geforderte kommunikative Barrierefreiheit gewährleistet. Aus diesem Grund unterstützt der VDBF auch das Aktionsbündnis "Keep me Posted" (KMP) in dem sich verschiedene Verbände mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, die Wahlfreiheit der Bürger zu erhalten. Unter dem Motto "Keep me Posted - ich entscheide"  tritt das Aktionsbündnis in Deutschland für die barrierefreie Kommunikation der Bürger ein. Der Konsument soll auch in Zukunft ohne Mehrkosten entscheiden können, ober er Dokumente auf elektronischem Weg oder als gedrucktes Dokument erhalten möchte.

 

Weitere Informationen:
www.vdbf.org