05.03.2018 Der Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste e.V. (BdKEP) sieht durch das Diesel-Urteil die vielfältigen Initiativen seiner über 400 kleinen und mittelständischen Mitglieder für umweltfreundliche Lieferkonzepte bestätigt.

Das Urteil muss nun dabei helfen, die Akzeptanz und Unterstützung dieser Konzepte in den Kommunen, der Wirtschaft und bei den Bürgern zu stärken. Die nun möglichen Fahrverbote würden KEP Unternehmen, deren Fahrzeugparks überwiegend aus Dieselfahrzeugen besteht, in existenzielle Schwierigkeiten bringen. Deshalb geht es nun darum, die Alternativen für Fahrverbote zügig umzusetzen und diese dadurch zu vermeiden. Die Mitglieder des BdKEP, überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen, arbeiten besonders im urbanen Umfeld teilweise schon seit Jahren an umweltfreundlichen Lieferkonzepten. Themen wie Elektromobilität, Einsatz von Lastenrädern und Umsetzung neuer Lieferkonzepte stehen im Fokus. In Pilotanwendungen und im Regelbetrieb haben etablierte Unternehmen genauso wie Startups längst wirtschaftlich tragfähige Lösungen entwickelt. Technologielieferanten für Nutzfahrzeuge, Ausstattungen und Software aus Deutschland, Europa und Asien sind Teil des BdKEP-Netzwerkes und unterstützen die KEP-Unternehmen. Stückgut- und Kurierverkehre mit Lastenrädern, die Konsolidierung von Sendungsmengen über gemeinsam genutzte Flächen oder Boxsysteme, der Einsatz neuer Fahrzeugkonzepte mit Elektroantrieb und systemungebundene Paketboxen sind nur ein Ausschnitt aus dem Spektrum dieser Lösungen. Andreas Schumann, Vorsitzender des BdKEP: "Der Dreiklang aus Vorgaben, Förderungen und Übergangsfristen entscheidet darüber, ob der lokale Mittelstand in der anstehenden Verkehrswende gestärkt oder geschwächt wird." Nach dem Motto "Aus der Region für die Region" sorgt ein starker, lokal verankerter KEP-Mittelstand dafür, dass möglichst große Anteile der Wertschöpfung vor Ort verbleiben. Andreas Schumann weiter: "Mittelstandsfeindliche Regelungen hingegen schwächen die Region. Wertschöpfung und Handlungsspielräume fließen dann zu den Unternehmenszentralen global agierender Konzerne ab."

 

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