11.06.2018 Das Porto für den Standardbrief in Deutschland ist laut Aussage der DPAG im europäischen Vergleich günstig.

Dies belege der diesjährige Briefpreisvergleich. Bezieht man makroökonomische Faktoren wie Arbeitskosten und Kaufkraft mit in den Vergleich der 28 EU-Mitgliedstaaten sowie der EFTA-Staaten Island, Norwegen und Schweiz ein, so liegt Deutschland mit seinem Briefpreis im europäischen Porto-Ranking lediglich auf Rang 26. Günstigere Briefpreise finden sich demnach lediglich in fünf deutlich kleineren Staaten: der Schweiz, Zypern, Österreich, Slowenien und Malta. In allen anderen 25 Ländern in Europa ist das Briefeschreiben teurer. Betrachtet man nur die nominalen Briefpreise, so liegt das deutsche Porto mit 0,70 Euro immer noch auf einem vergleichsweise guten Platz 17 im Mittelfeld. 13 Länder haben seit dem letzten Jahr die Briefpreise angehoben, so dass der durchschnittliche europäische Briefpreis erstmals die 1-Euro-Marke überschritten hat. Mit 1,02 Euro ist der europäische Durchschnittspreis für einen inländischen Standardbrief 14 Cent teurer als im Vorjahr. Nominal am teuersten ist der Inlandsbrief in Island mit umgerechnet 4,94 Euro, am günstigsten ist er nach wie vor auf Malta (0,26 Euro). Die Briefpreisstudie der Deutschen Post untersucht am Beispiel eines Industriearbeiters auch, wie lange in den einzelnen Ländern gearbeitet werden muss, um das Porto für einen Standardbrief bezahlen zu können. Demnach ist Deutschland nach der Schweiz und Malta immer noch das Land mit den erschwinglichsten Briefpreisen. Am längsten muss ein Arbeiter in Island arbeiten, um sich das Geld für einen Standardbrief zu verdienen. Inflationsbereinigt hat sich in den vergangenen zehn Jahren der Briefversand in den untersuchten Ländern seit 2008 um 55,32 Prozent verteuert. Im Vergleich dazu ist der deutsche Briefpreis im gleichen Zeitraum nur um 13,4 Prozent gestiegen.

 

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