06.08.2018 Die ParcelLock GmbH hat einen Gesellschafter weniger.

Wie die Verkehrsrundschau berichtet, hat sich der KEP-Dienstleister GLS entschlossen, seine Anteile in Höhe von 33,33 Prozent an die beiden anderen Gesellschafter Hermes und DPD zu verkaufen, die diese zu gleichen Teilen untereinander aufteilen. Damit halten Hermes und DPD jeweils 50 Prozent am Joint Venture. Bei GLS wolle man sich auf das Kerngeschäft, den Transport und die Zustellung von Paketen, konzentrieren. Aus diesem Grund habe sich das Unternehmen dazu entschlossen, seinen Geschäftsanteil von 33,33 Prozent an die übrigen Gesellschafter zu verkaufen. Bis zur Kartellfreigabe bleibt GLS Gesellschafter der Parcellock. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Zusammenarbeit im Rahmen der Paketzustellung wird aber auch nach dem Ausscheiden von GLS aus dem Joint Venture fortgeführt. ParcelLock bestätigt, dass GLS künftig "auch weiterhin Pakete in Paketkästen und -anlagen mit ParcelLock System" zustellen wird. Für GLS-Kunden ändert sich also nichts. Hinter ParcelLock steckt die Idee, ein für alle offenes Paketkastensystem für die Paketzustellung zu etablieren. Im Oktober 2015 wurde das Paketkastensystem vorgestellt. Wie viele Paketkastensysteme mittlerweile verkauft wurden, wollte ParcelLock aufgrund von Wettbewerbsgründen nicht nennen. Allerdings verzeichne man "eine kontinuierlich steigende Zahl von Nutzern in ganz Deutschland". Entsprechend bewerten das Unternehmen und die Gesellschafter "die bisherige Geschäftsentwicklung von ParcelLock positiv und schauen sehr zuversichtlich in die Zukunft." Das ParcelLock-System wird mittlerweile von Herstellern wie Burg-Wächter, Renz, Heibi oder Knobloch in ihre Produkte integriert. Zudem testen dm und ParcelLock aktuell anbieterneutrale Paketstationen im Alltagseinsatz. Kooperationen zwischen ParcelLock und weiteren Partnern werden nach Aussage des Unternehmens folgen, entsprechende Gespräche laufen bereits.

Weitere Informationen:
https://gls-group.eu