416.06.2014   Obwohl seit dem 13. Juni in Deutschland die Pflicht für Versender fällt, bei Retouren das Sendungsentgelt zu übernehmen, werden die meisten Distanzhändler diese Möglichkeit nicht nutzen.

Eine Umfrage des Versender-Verbands BEVH ergab, dass 59 Prozent der Versender die bestehende Praxis nicht ändern wollen. Dafür ist offenbar auch die sinkende Retouren-Quote in den meisten Produktbereichen verantwortlich, insbesondere bei den Rücksendungs-Klassikern wie Textil und Schuhe. Problematisch sind dagegen relativ neu erschlossene E-Commerce-Bereiche wie Lebensmittel, Feinkost und Tiernahrung, wo 19 statt im Vorjahr 13 Prozent der Versender eine wachsenden Zahl von Rücksendungen meldeten. Die Retouren werden nach der neuen EU-Verbraucherrichtlinie dann portopflichtig, wenn dies in den AGB und den Lieferinformationen ausdrücklich vorgesehen ist. Die Zahl der Mail-Order-Unternehmen wuchs laut BEVH auf 3.200 mit mehr als 80.000 Beschäftigten. Laut Einzelhandelsverband HDE steht diese Branche für rund neun Prozent des Gesamtumsatzes.

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