04.02.2019 Nach dem Stimmungseinbruch im Dezember des vergangenen Jahres hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Druck- und Medienindustrie zu Jahresbeginn 2019 wieder etwas erholt.

Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex ist im Januar gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigte 1,2 % auf 97,9 Zähler gestiegen. Das Vorjahresniveau bleibt jedoch weiterhin unerreicht. Der aktuelle Indexwert lag nunmehr 8,6 % darunter. Die vom ifo Institut befragten Druck- und Medienunternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage etwas positiver als im Vormonat, zeigten sich hinsichtlich der zukünftigen Geschäftslage aber erneut skeptisch. Die Werte der aktuellen und erwarteten Geschäftslage bestimmen die Entwicklung des Geschäftsklimas, das einen guten Vorlaufindikator für die Produktionsentwicklung der Druck- und Medienindustrie darstellt. Der saisonbereinigte Index der aktuellen Geschäftslage ist im Januar 2019 gegenüber dem Vormonat um 2,9 % auf 99,0 Zähler gestiegen. Während die Lage von 19 % der befragten Unternehmen als gut beurteilt wurde, empfanden 14 % der Unternehmen sie als schlecht. Zwei Drittel der Befragten (67 %) sah die Lage als unverändert an. Gegenüber dem Vorjahreswert ging der Geschäftslageindex um 7,9 % zurück. Obwohl sich nach Meldungen der Unternehmen die Verkaufspreise zuletzt positiv entwickelten, fiel die Nachfrage- und Produktionsentwicklung deutlich negativer als im Vorjahr aus. Zudem wird der derzeitige Auftragsbestand als unbefriedigend beurteilt. Angesichts dieses konjunkturellen Gegenwinds verfestigte sich im Januar die Skepsis der Druck- und Medienunternehmen hinsichtlich ihrer zukünftigen Geschäftslage. Der saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate ging gegenüber dem Vormonatswert um 0,4 % auf 96,8 Zähler zurück. Im Vergleich zum Vorjahr lag der Index 9,2 % im Minus. Lediglich 15 % der Befragten planen mit Produktionszuwächsen in den kommenden drei Monaten. Die Mehrzahl der Unternehmen (73 %) geht von einer stagnierenden und weitere 12 % von einer sinkenden Produktion aus.

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