11.03.2019 Nur wenige Papierhersteller veröffentlichen derzeit Daten zur Papierweisse in LAB und zum Anteil von optischen Aufhellern ihrer Papiere.

Selbst in den technischen Datenblättern der Hersteller finden sich überwiegend lediglich Kennzahlen wie die Papier-Weiße nach ISO 2470-2 oder CIE ISO 11475. Optische Aufheller sind Zusatzstoffe, die von Papierherstellern verwendet werden, um ein Papier weißer und strahlender aussehen zu lassen. Dafür werden dem Papier Stoffe zugesetzt, die das unsichtbare ultraviolette Spektrum zwischen 320 und 400 Nanometern in den sichtbaren Bereich ab 400 Nanometern verschieben. Das Papier wird dadurch bläulicher oder fluoresziert in Bereichen, die für das menschliche Auge gerade sichtbar sind. Matthias Betz, Inhaber der Proof GmbH: "Wir haben die wichtigsten Papiere und Färbungen aller zentralen deutschen Papierproduzenten und -vertriebe sowie Onlinedruckereien in den drei Messstandards M0, M1 und M2 vermessen. Aus der Differenz in der Papierweiße der beiden Messungen M2 ohne UV-Anteil und M1 nach ISO 3664:2009 mit spürbarem UV Anteil haben wir den Farbabstand von LAB in Delta-b bestimmt und davon ableitend den Anteil an optischen Aufhellern nach Delta-B gemäß ISO 15397 bestimmt und diesen bewertet." Die Papierweiß-Spektraldaten der Messstandards M0, M1 und M2 für alle Papiere stehen kostenlos als CGATS Daten zum Download bereit. Zum visuellen Vergleich steht zudem ein Vergleich der M0 und M1 Papiere Werte mit Farbabweichung in Delta-E00 und die Spektren als Spektralkurve mit Erläuterungen in Deutsch und Englisch bereit. Diese Werte können beispielsweise in Proofsoftware verwendet werden, um eine Papierweiß-Simulation für ein bestimmtes Auflagenpapier zu berechnen oder um das Papierweiß in der Ausgabevorschau von Adobe Acrobat zu simulieren.

Weitere Informationen:
www.proof.de