15.04.2019 Nach einer vergleichsweise bescheidenen Entwicklung in den ersten zwei Monaten dieses Jahres zeigt sich das Geschäftsklima in der deutschen Druck und Medienindustrie im März 2019 wieder positiver.

Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex ist gegenüber dem Vormonatsstand um 2,5 Prozent auf 101,1 Zähler gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresstand entwickelte er sich jedoch mit -1,2 Prozent weiterhin negativ. Die bereits im Februar leicht nachlassende Dynamik des Abschwungs setzte sich also spürbar fort. Die vom ifo Institut befragten Druck- und Medienunternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage positiver als im Vormonat und zeigten sich hinsichtlich der zukünftigen Geschäftslage weiterhin zuversichtlich. Aufgrund einer günstigen Auftrags- und damit Produktionsentwicklung im Februar überwog im März der Anteil positiver Lageeinschätzungen (21 Prozent) den Anteil negativer Beurteilungen (16 Prozent) um 6 Prozentpunkte. Im Vormonat waren diese Anteile gleich groß. Im März 2018 war dieser Saldo indes mit 12 Prozentpunkten deutlich höher ausgefallen. Die wieder positiver beurteilte Geschäftslage spiegelt sich im Anstieg des Geschäftslageindexes gegenüber Februar 2019 von 97,0 auf derzeitige 100,9 Zähler wider (ein Plus von 4,0 Prozent). Die größtenteils positiv beurteilte Lageeinschätzung wurde jedoch von einer ungünstigen Entwicklung der Verkaufspreise eingetrübt. Gegenüber dem Vorjahresniveau sank der Index daher um 2,8 Prozent. Druck- und Medienunternehmen tendieren dazu, im März eines Jahres ihre Geschäftslage für die kommenden sechs Monate skeptisch einzuschätzen. So auch in diesem Jahr: 13 Prozent erwarten eine bessere Geschäftslage, 21 Prozent hingegen eine schlechtere. Gleichwohl fiel der daraus resultierende Saldo von -8 Prozentpunkten weniger negativ aus als im März 2018 (-9 Prozentpunkte). Der saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen ist daher gegenüber seinem Vorjahresstand um 0,5 Prozent gestiegen. Mit aktuell 101,2 Zählern lag er außerdem über dem Stand des Vormonats, ein Plus von 1,0 Prozent. Tiefergehende Umfrageergebnisse legen nahe, dass diese allgemeinen Unternehmenserwartungen eine geringfügige Steigerung der Produktion in den kommenden Monaten widerspiegeln, zugleich jedoch auch leicht sinkende Verkaufspreise und kaum Impulse vom Auslandsgeschäft.

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