07.06.2019 Das Geschäftsklima hat sich in der deutschen Druck- und Medienbranche auch im Mai 2019 nicht entspannt.

Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex sank gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigte 1,7 Prozent von 98,6 auf 97,3 Zähler. Mit 6,1 Prozent entwickelte sich der Index auch im Vorjahresvergleich rückläufig. Der Negativtrend der vergangenen Monate hat sich nach einer kurzen Erholung damit weiter verstärkt.

Wie bereits im April beurteilten die vom ifo Institut befragten Druck- und Medienunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage auch im Mai negativer als im Vormonat und zeigten sich hinsichtlich der zukünftigen Geschäftslage skeptischer. Aus den Werten der aktuellen und der erwarteten Geschäftslage wird das Geschäftsklima berechnet. Dieses stellt einen guten Vorlaufindikator für die Produktionsentwicklung der Druck- und Medienindustrie dar.

Der saisonbereinigte Geschäftslageindex fiel im Mai mit 0,9 Prozent gegenüber dem Aprilwert weniger stark als noch im April (1,9 Prozent) gegenüber dem Märzwert. Diese Entwicklung dürfte die leicht verbesserte Nachfrage widerspiegeln. Das Indexniveau der aktuellen Geschäftslage von 98,0 Zählern liegt indes 6,0 Prozent unter dem Vorjahresstand. Damit hat sich der negative Indexverlauf im Vorjahresvergleich wieder verstärkt. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf den deutlich unbefriedigenden Auftragsbestand. Rund 46 Prozent der befragten Unternehmen beurteilten diesen als schlecht und lediglich 8 Prozent als gut. Zudem entwickelten sich die Verkaufspreise schlechter als im Vorjahr.

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