Drucken
Kategorie: Dienstleister

07.06.2019 "Die Verdoppelung der Beschwerden über die Brief- und Paketzustellung zeigt deutlich, dass die Qualität der Dienstleistung sinkt.

Daran sind jedoch nicht die Zustellerinnen und Zusteller schuld, sondern die Unternehmen. Wer seit Jahren am und beim Personal spart, darf sich nicht wundern, wenn die Kunden ihrem Ärger immer öfter Luft machen." Das sagte die Bundesvorsitzende der Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM), Christina Dahlhaus, anlässlich des Tages des Zustellers am 6. Juni 2019.

Dahlhaus weiter: "Die 12.500 Beschwerden über Mängel bei der Zustellung, die bei der Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr eingegangen sind, kommen ja nicht von ungefähr. Noch immer fehlen allein bei der Deutschen Post Tausende Zusteller und noch immer ist der Krankenstand im Unternehmen aufgrund der schweren körperlichen Arbeit bei stetig größer werdenden Zustellbezirken viel zu hoch." Um den Personalmangel zu beheben, zahlt die Deutsche Post in einigen Niederlassungen sogar "Kopfgeldprämien" von mitunter mehreren Hundert Euro an Beschäftigte, die aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis neue Zustellkräfte vermitteln, die mindestens sechs Monate im Unternehmen bleiben. Aus Sicht der DPVKOM reicht dies jedoch bei Weitem nicht aus, um die Probleme im Bereich der Zustellung zu lösen. "Die Verantwortlichen in den Unternehmen, auch und gerade beim Marktführer Deutsche Post, müssen endlich begreifen, dass sie nur dann neues Personal gewinnen werden, wenn sie vernünftige Arbeits- und Entgeltbedingungen sowie berufliche Perspektiven bieten. Dazu zählt auch eine schnellere Entfristung von Arbeitsverhältnissen. Zudem muss das Personal gut aus- und weitergebildet werden", so die DPVKOM-Bundesvorsitzende.


Weitere Informationen:
www.dpvkom.de