07.06.2019 Treibhausgasemissionen im Blick zu behalten, ist heute wichtiger denn je - besonders in der Logistik.

Ein einheitlicher Standard für die Berechnung des CO2-Fußabdrucks von Logistikstandorten fehlt bislang. Nun schafft das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML mit einem neuen Online-Tool Abhilfe.

Während zahlreiche Studien zu Transportemissionen veröffentlicht werden, liegen derzeit kaum Daten zu Treibhausgasemissionen von Logistikstandorten vor. Der Grund: Bislang gibt es keinen einheitlichen Standard für deren Berechnung. Experten gehen davon aus, dass Logistikstandorte in Deutschland einen Anteil von etwa 15 Prozent an den gesamten Logistikemissionen haben.

Das Fraunhofer IML will nun Licht ins Dunkel bringen - mit dem neuen Online-Tool "REff" (Ressourceneffizienz an Logistikstandorten). Mit der Applikation können Unternehmen kostenlos standortspezifisch ihren jährlichen CO2-Fußabdruck sowie Kennzahlen zu durchschnittlichen Emissionen je Sendung berechnen. Dazu müssen sie lediglich ihre Verbrauchsdaten eingeben, z. B. von Strom, Diesel oder Kältemittel. Welche Daten relevant sind, haben die Wissenschaftler zunächst an ganz unterschiedlichen Lager- und Umschlagstandorten verschiedener Unternehmen untersucht. Die gewonnenen Daten wollen die Forscher des Fraunhofer IML in einem weiteren Schritt anonymisiert nutzen, um dann Durchschnittswerte für die Branche zu ermitteln. Sobald ausreichend Daten vorliegen, können sich teilnehmende Unternehmen künftig mit diesen Durchschnittswerten messen.

Weitere Informationen:
https://www.iml.fraunhofer.de/de/presse_medien/pressemitteilungen/transport_logistic_19.html