17.06.2019 Gemeinsam mit der Lufthansa, der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport und dem Hamburger Datenspezialisten Dakosy hat Abbott ein Pilotprojekt zur papierlosen Abfertigung von Gefahrgutsendungen über das Portal "INFr8" gestartet.

Dabei erstellt das in Wiesbaden ansässige Medizintechnikunternehmen die benötigten Gefahrgut-Beförderungsdokumente in Form eines E-document auf dem gemeinsam genutzten Portal. Wurden diese bisher ausgedruckt und im Anschluss physisch beigelegt, übermittelt das System die Daten nun elektronisch an die Airline. Dort erfolgt dann bereits im Vorfeld eine Überprüfung, ob alle erforderlichen Daten vorhanden und korrekt angegeben sind.
Von Deutschland aus liefert das in Wiesbaden ansässige und global tätige Gesundheitsunternehmen Medizinprodukte in über 170 Länder weltweit. Mehr als 10.000 Pakete verlassen das Lager in Richtung Kunden: ein Drittel per Flugzeug, ein Drittel über die Straße und ein Drittel über den Seeweg. Aufgrund des lebenswichtigen Inhalts muss ein schneller und vor allem auch reibungsloser Versand gewährleistet sein. "Während sich Fehler bei einem Transport per Lkw in den meisten Fällen korrigieren lassen, ist das bei Luftfracht deutlich umständlicher. Durch das neue System verringern wir mögliche Fehlerquellen enorm", fügt Peter Dörr hinzu.
Fanden 2018 vor allem Testläufe statt, werden derzeit bis zu zehn Sendungen in der Woche über INFr8 abgewickelt. Wenn wie geplant zukünftig weitere Spediteure und Airlines angebunden sind, werden es bis mehrere Hundert Sendungen wöchentlich sein. "Sobald die Abläufe reibungslos sind, werden wir das Projekt auch auf die Straße ausweiten", gibt der Director International Distribution einen Ausblick.


Weitere Informationen:
www.abbott.com