23.09.2019 WU Wien untersucht Auswirkungen der Paketdienstleister auf den Verkehr und CO2-Einsparungspotenzial durch Elektrifizierung.

Im Auftrag der Post AG hat nun das Institut für Transportwirtschaft und Logistik der WU Wien unter der Leitung von Sebastian Kummer eine Studie zum Thema Citylogistik in Wien durchgeführt und dabei die Rolle der KEP-Dienste (Kurier/Express/Paket-Dienste) sowie die CO2-Einsparungspotenziale in diesem Bereich unter die Lupe genommen.

Das wichtigste Ergebnis: KEP-Dienste sind nur für 0,8 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens in Wien verantwortlich. Zum Vergleich: Lieferwagen für Handwerker und Techniker machen sechs Prozent aus, Öffentliche-Busse 1,8 Prozent. Der Hauptanteil von 86,5 Prozent entfällt auf Pkw, die auch den größten Anteil an Parkflächen belegen. Diesbezüglich verweist die Studie auf die kurzen Parkzeiten der KEP-Dienstleister, die im Schnitt zehn Minuten betragen, während andere gewerbliche Dienstleister die Parkplätze stundenlang oder den ganzen Tag belegen.

Für den Vorstand der Paket-und-Logistik-Sparte der Post, Peter Umundum, zeigt die Studie eindeutig, dass Paketdienstleister deutlich weniger zum Gesamtverkehr beitragen als immer wieder behauptet wird. Auch Studienleiter Kummer folgert, dass die Meinung, „Onlinehandel ist per se schlecht“, falsch sei. Laut Kummer schneiden Lieferungen von Onlinebestellungen besser ab als Einkäufe mit dem eigenen Pkw, insbesondere, wenn diese in Shoppingcentern am Stadtrand durchgeführt werden. Logistisch gesehen sei die Paketzustellung effizienter als der Individualeinkauf, sagt der Experte.

 

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