th dienstleister13.12.2019 Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv fünf große Paketdienste getestet.

Demzufolge lassen Zuverlässigkeit und der Service der Anbieter oft zu wünschen übrig. Insgesamt erreichen die Paketdienste nur ein befriedigendes Ergebnis - mit großen Unterschieden zwischen den Anbietern. Der Testsieger schneidet "sehr gut" ab, zwei der fünf Unternehmen dagegen nur "ausreichend". Dabei trifft zwar ein Großteil der Pakete ohne sichtbare Mängel ein, aber immerhin jedes fünfte Paket ist äußerlich verschmutzt oder beschädigt. Zudem zeigen die im Test verwendeten Stoßindikatoren, dass 30 Prozent der Sendungen während des Transports ‚zu grob' behandelt werden. Auch die Option, Pakete zu Hause abholen zu lassen, klappt etwa jedes vierte Mal nicht reibungslos: Die Pakete werden beispielsweise zu spät oder gar nicht abgeholt. "In allen fünf Paketkategorien gibt es im Test Einsparpotenziale durch die bewusste Wahl des Anbieters - sowohl im Inland als auch beim Versand in das europäische Ausland", so Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität. Hamer fügt hinzu: "Kein Unternehmen ist im Vergleich durchweg am günstigsten." Testsieger ist DHL mit dem einzigen sehr guten Gesamtergebnis. Den zweiten Rang belegt DPD (Qualitätsurteil: "gut"). Auf dem dritten Rang folgt Hermes (Qualitätsurteil: "befriedigend"). Der Anbieter ist der einzige, der alle beauftragten Pakete wie geplant abholt und erfolgreich zustellt.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität testete fünf Paketdienste, die in Deutschland über ein flächendeckendes Netz an Annahmestellen oder Paketshops verfügen. Der Test umfasste einen umfangreichen Versandtest, der die Paketaufgabe und -auslieferung, die Versanddauer sowie die Versandoptionen berücksichtigte. Den Umgang mit den Paketen auf dem Versandweg prüften die Tester mittels Stoßindikatoren. Darüber hinaus wurde die Servicequalität bei jedem Unternehmen anhand von jeweils zehn verdeckten Telefon- und elf E-Mail-Tests (mit je einer Beschwerde-E-Mail) ermittelt. Hinzu kamen je zehn Prüfungen der Internetauftritte durch geschulte Testnutzer sowie eine detaillierte Inhaltsanalyse der einzelnen Websites. Insgesamt flossen 310 Servicekontakte mit den Unternehmen in die Auswertung ein. Zudem erfolgte eine Analyse der Preise für nationale und internationale Sendungen für selbst abgegebene Pakete sowie bei Abholung durch den Paketdienst (Datenstand: 1. Oktober 2019).

 

Weitere Informationen und Video:
https://www.n-tv.de/ratgeber/tests/Paketdienste-im-Test-article21387016.html