25.02.2019 Mithilfe einer neuen Software wollen Ford und der britische KEP-Dienstleister Gnewt die Innenstädte vom wachsenden Lieferverkehr entlasten, berichtet Logistikwatchblog.

Transporter sollen dabei zu mobilen Depots werden, die finale Zustellung soll per Rad, zu Fuß oder autonom erfolgen. Schon jetzt stellt die Paketauslieferung in den Innenstädten die KEP-Dienstleister weltweit vor große Herausforderungen. Der Automobilhersteller Ford hat sich mit dem britischen Logistiker Gnewt zusammengeschlossen, um eine Lösung für die Zustellung auf der letzten Meile zu entwickeln. In einem Pilotprojekt in London wird aktuell ein Software-basierter Lieferprozess getestet, bei dem die Transporter als mobile Depots fungieren: Die Vans holen die Pakete aus dem Lager ab und übergeben diese an strategisch günstigen Punkten an Fahrradkuriere, Drohnen oder künftig auch autonome Roboter, die den finalen Teil der Zustellung übernehmen. Das sogenannte "Warenhaus auf Rädern" soll so Staus reduzieren und die Lieferung beschleunigen. "Unser Ziel ist es, den Einsatz von Lieferfahrzeugen in urbanen Räumen zu optimieren", erklärt Tom Thompson, Project Lead, Ford Mobility bei Logistra. Ford hat die neue cloudbasierte, multimodale Routing- und Logistiksoftware MoDe:Link entwickelt, welche den gesamten Zustellprozess steuert. Dabei werden die Vans in den Depots beladen und halten anschließend an strategischen Standorten, welche für die jeweiligen Aufträge als besonders effizient eingestuft werden, wie Logistra dazu schreibt. Anschließend koordiniert MoDe:Link Fahrradkuriere, welche die Pakete am Transporter entgegennehmen und letztendlich zustellen. Künftig sollen dafür auch Drohnen oder sogar autonome Roboter eingesetzt werden. Das Team von Ford schätzt, dass ein Transporter gemeinsam mit vier Kurieren die gleiche Menge an Paketen zustellen kann, wie fünf einzelne Lieferwagen.

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