Der Vorsitzende des Bundesverbands Paket und Expresslogistik (BIEK), Marten Bosselmann, reagiert im Namen des Zusammenschlusses auf die am Donnerstag, 9. März 2023, abgehaltene Bilanzpressekonferenz der Deutschen Post AG. So sei laut seiner Stellungnahme die Annahme, die Wettbewerber des Konzerns konzentrierten sich nur auf ertragreiche Gebiete bei der Paketzustellung, unzutreffend.

 

„Die Behauptung der Deutschen Post AG im Rahmen der heutigen Bilanzpressekonferenz, durch die Wettbewerber auf dem Paketmarkt würde Rosinen-Pickerei betrieben werden, indem sie sich nur auf ertragreiche städtische Gebiete bei der Paketzustellung konzentrieren würden, treten wir entschieden entgegen. Alle Paketdienste erbringen gemeinsam den Universaldienst - von der Hallig bis zur Alm, auf dem Land und in der Stadt.

Das heißt: Die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit Paketdienstleistungen wird durch Vielfalt sichergestellt. Fällt ein Paketnetz aus, kann es durch einen Wettbewerber ersetzt werden. Das macht das System als Ganzes resilient gegenüber Störungen. Die Verpflichtung eines einzelnen Unternehmens zur Erbringungen des Universaldienstes auf dem Paketmarkt ist daher nicht erforderlich. Wir erwarten daher vom Gesetzgeber eine klare Regulierung im Rahmen der aktuellen Postgesetz-Novelle“, so Bosselmann.

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News vom: 09.03.2023

Bildunterschrift: BIEK-Vorsitzender Marten Bosselmann

Foto: Frank Nürnberger