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Entstehen Fehler in industriellen Abläufen, ist die Ursache selten bei den Maschinen selbst zu suchen. Oftmals sind es nicht durchgängige Prozesse und Medienbrüche in den Kommunikationsketten, die Effizienz kosten. Speziell für den industriellen Einsatz konzipierte Tablets können diese digitalen Lücken schließen. Sie ermöglichen die Digitalisierung und damit eine spürbare Optimierung von Produktions- und Logistikprozessen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine tiefgreifende Spezifizierung und Anpassung der Abstimmung von Hard- und Software auf das jeweilige Arbeitsumfeld.

 

Der Weg zur echten Smart Factory führt unweigerlich über die konsequente Digitalisierung der Prozesse direkt am Ort des Geschehens. Moderne Funktechniken machen Daten und Vorgänge dezentral nutz- und sichtbar. Consumer-Hardware stößt hier jedoch schnell an ihre Grenzen. Gefragt sind Endgeräte, die eine große Bildschirmfläche und hohe Verarbeitungsleistung mit der notwendigen Robustheit gegenüber Staub, Feuchtigkeit, Stürzen und Vibrationen und damit Ausfallsicherheit vereinen. Sogenannte Industrial-grade Tablets bieten in diesem anspruchsvollen Umfeld entscheidende betriebswirtschaftliche und operative Vorteile:

Genaue Datenerfassung: Dank Scan-Modul, modernen Kamera-Systemen und KI-Auswertung lassen sich in vielen Situationen Daten schnell und vor allem genau erfassen und damit die Datenqualität im Unternehmen deutlich verbessern.

Fehlerreduktion dank AR/VR: Durch Live-Einblendungen der zu wartenden Bauteile kann, ggf. auch im Zusammenspiel mit einer AR-Brille, die Fehlerrate deutlich gesenkt und die Produktivität gesteigert werden.

Mobile ERP- und MES-Integration: Tablets mit Windows-Betriebssystem können Standard-Software ausführen und lassen sich damit sehr einfach in bestehende ERP-, WMS- und MES-Infrastrukturen einbinden. Ein späteres, fehleranfälliges Übertragen der Informationen von Papier in die EDV-Systeme entfällt.

Vor-Ort-Dokumentation: Work Order Management und die Dokumentation der erledigten Arbeiten, inklusive Fotos, können direkt vor Ort erfolgen. Damit sind alle Systeme stets auf dem aktuellen Stand. Unternehmen können außerdem revisionssicher dokumentieren, welche Tätigkeiten ausgeführt wurden.

Sichere Internetkommunikation: Mittels biometrischer Verfahren, NFC-Reader unter dem Display, 5G, Wi-Fi-Kommunikation und umfassender Verschlüsselung sowohl beim Speichern von Daten als auch bei der Informationsübertragung sind Tablets für alle sicherheitsrelevanten Anforderungen perfekt vorbereitet.

Für eine erfolgreiche Implementierung solcher mobilen Strategien greifen Unternehmen zunehmend auf spezialisierte Hersteller zurück. Ein Beispiel für diese Ausrichtung liefert Pepperl+Fuchs. Mit der eigens für den anspruchsvollen Außeneinsatz entwickelten Tab-IND-Reihe adressiert das Unternehmen die spezifischen Hürden im industriellen Umfeld. Der Vorteil einer Inhouse-Entwicklung liegt in der Anpassungsfähigkeit: Komponenten können beispielsweise mithilfe sogenannter SmartBacks flexibel modifiziert werden, und ab bestimmten Losgrößen ist auch die Fertigung kundenspezifischer Erweiterungen denkbar. Für den Endnutzer bedeutet dies eine hohe Investitionssicherheit sowie reduzierte Schnittstellen, da Hardware-Support und Systemintegration aus einer Hand erfolgen.

Die Tab-IND-Serie verdeutlicht den modularen Ansatz moderner Industrie-Hardware. Über rückseitige Schnittstellen lassen sich einsatzspezifische Module ergänzen, darunter Infrarot-Barcode-Scanner, Power Packs für den Schichtbetrieb oder spezialisierte Adapter für die Maschinen- und Fahrzeugmontage. Mit 8 und 10 Zoll und Android- oder Windows-Betriebssystem ermöglichen sie durch Helligkeitswerte von bis zu 700 cd/m2 und einem weiten Temperaturbereich (-20° bis +50° Celsius) den Einsatz auch unter extremen Bedingungen. Die Bedienung bleibt auch mit Arbeitshandschuhen oder bei Nässe präzise. Die Tablets unterstützen von Haus aus alle aktuellen Standards drahtloser Kommunikation (Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3 BLE, 5G oder LTE). Sie haben für eine bequeme Authentifizierung einen NFC-Reader unter dem Frontbildschirm eingebaut.

Ergänzt wird das mobile Portfolio im industriellen Umfeld häufig durch stationäre Einheiten. Pepperl+Fuchs bietet hierfür Kiosk-Terminals (15 und 22 Zoll, Android 15) an, die sich ideal für Zugangskontrollen, als Informations-Dashboards oder für interaktive Workflows an zentralen Knotenpunkten eignen.

Im modernen Fertigungsumfeld ergänzen Tablets zunehmend fest installierte HMI-Terminals an den einzelnen Arbeitsstationen. Die hinzugewonnene Mobilität eröffnet neue Prozessschritte: Komponenten oder Karosserien, die mit RFID- oder UWB-Tags versehen sind, können direkt am Fließband ausgelesen werden. Das Tablet synchronisiert sich unmittelbar mit dem Work-Order-Management-System und stellt dem Werker kontextbezogene Aufgaben bereit.

Auch in der Instandhaltung zeigt sich der Mehrwert. Wartungstechniker nutzen die mobilen Endgeräte, um Maschinendaten vor Ort auszulesen und über Predictive-Maintenance-Anwendungen proaktiv Werkzeugwechsel zu initiieren. Ein wesentlicher Effizienztreiber ist dabei das Zusammenspiel der Tablets mit der installierten Sensorik in der Anlage. Über das Endgerät lassen sich Sensordaten nicht nur sicher abrufen, sondern die Sensorik kann direkt konfiguriert und für Diagnostikzwecke genutzt werden.

Die Intralogistik erfordert ein Höchstmaß an Geschwindigkeit und Präzision, etwa beim Warentransport per Flurförderzeug. Moderne Industrie-Tablets unterstützen den Prozess bereits beim Aufsteigen: Die Authentifizierung des Fahrers erfolgt berührungslos über den integrierten NFC-Reader. Das System stellt sicher, dass nur autorisiertes Personal das Fahrzeug bedient, stellt automatisch digitale Arbeitspakete bereit und reglementiert gleichzeitig die freigegebenen Fahrwege.

Während des Betriebs fungiert das Tablet als zentrales Navigations- und Steuerungselement. Durch die Anbindung an Warenwirtschafts- und ERP-Systeme (z. B. SAP) lassen sich Bestände in Echtzeit scannen und abgleichen – wahlweise über die integrierte Optik, verbundene Handscanner oder sekundenschnelle RFID-Pulk-Erfassung. Das System berechnet wegeoptimierte Routen für den Gabelstapler und dokumentiert Transportaufträge automatisiert. Der Wechsel zwischen Fahrzeug-Dock (inklusive Ladefunktion) und mobilem Handheld-Einsatz erfolgt dabei ergonomisch mit einem Handgriff.

Ähnliche Potenziale eröffnen sich in der klassischen Logistik, insbesondere in der Kommissionierung. Industrial-grade Tablets bündeln Pick-, Scan- und Shipping-Vorgänge in einem Gerät oder in Kombination mit einem Handscanner. Um der physischen Belastung Rechnung zu tragen, sind ergonomische Trage- und Gurtsysteme essenziell.
Zudem bietet die Hardware bereits heute die Leistungsreserven für zukünftige KI-gestützte Anwendungen. So können kamerabasierte Systeme künftig automatisch validieren, ob das korrekte Bauteil aus einer Schüttgutkiste entnommen wurde. In Verbindung mit aktuellen Mobilfunkstandards bleibt das Tablet permanent mit der zentralen IT-Infrastruktur vernetzt, was nicht zuletzt auch Inventurprozesse massiv beschleunigt.

Ein robustes Tablet für industrielle Bereiche, dass sich modular wählen und erweitern lässt und die papierbasierten Prozesse vergangener Tage beendet, kann die Produktivität in Unternehmen deutlich steigern und die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen. Als Systemlösung aus einer Hand hat Pepperl+Fuchs nicht nur die passende Hard- und Software, sondern dank jahrzehntelanger Industrieerfahrung auch das Know-how, um optimal auf den Kunden abgestimmte Lösungen anzubieten oder auf Wunsch zu entwickeln.

www.pepperl-fuchs.com

News vom: 24.09.2026

Foto: Pepperl + Fuchs

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